Ein ideales System
Es bestätigt sich oft im Leben, dass das Ideale irgendwo in der Mitte liegt und dass Extreme nicht gut sind. Auch politische Systeme bilden diesbezüglich keine Ausnahme. Die politischen Extreme sind auf der einen Seite der Kapitalismus und auf der anderen Seite Anarchie. In der Anarchie sind die nicht liebenswerten Menschen die Verlierer, im Kapitalismus dagegen sind (nicht nur) die liebenswerten Menschen die Verlierer, weil sie nicht nach Macht (Geld, Wissen, Einfluss, Gewalt) streben. Es ist ein System der Mitte anzustreben, in dem alle Menschen in etwa die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben, ihr Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten und ihren Lebensunterhalt zu erarbeiten. Dieses System der Mitte wäre eine Art guter Kommunismus, nicht zu verwechseln mit dem Staatskapitalismus des 20. Jahrhunderts in Osteuropa, der auch als Kommunismus bezeichnet wird. Auch die soziale Marktwirtschaft ist ein Versuch eines Systems der Mitte. Da aber die liebenswerten Menschen nicht nach Macht streben, ist die Gestaltung (Verwaltung) in der sozialen Marktwirtschaft in die Hände der nicht liebenswerten Menschen gelegt, wodurch die Interessen der liebenswerten Menschen nicht genug vertreten werden. Die liebenswerten Menschen müssen in der sozialen Marktwirtschaft ständig und mühsam (ohne oder mit geringer Macht) gegen das System kämpfen, damit sie nur halbwegs akzeptable Bedingungen für ihr Leben erschaffen können.
Es mangelt nicht an Vorschlägen für eine gerechtere und bessere Welt. Eine Möglichkeit für eine bessere Welt wäre zum Beispiel ein gerechtes Mindestlohn für alle Menschen. Wenn es nur gute Menschen gäben würde, dann müsste man diversen Schätzungen zufolge etwa fünf Stunden in der Woche im Jahresdurchschnitt arbeiten, um genug zum Leben zu haben. Ein gerechter Mindestlohn müsste demnach so gestaltet sein, dass man mit etwa zehn Stunden Arbeit in der Woche genug für ein einfaches Leben bekommt, egal was man arbeitet.
Ein anderer Vorschlag für ein gerechteres System wäre, eine Vermögenssteuer. Das System soll von jenen finanziert werden, die am meisten von ihm profitieren. Ein gerechtes System finanziert sich allein durch ein Vermögenssteuer. Es sind sowieso die Arbeiter, die alles erarbeiten und das System tragen. Sie noch zusätzlich mit Steuern zu belasten, ist ungerecht.
Ein weiterer Vorschlag für eine gerechtere Welt ist das existenzsichernde und bedingungslose Grundgehalt für alle Menschen. Daraufhin könnte man das System verschlanken und die Gesetzstrukturen (Steuerrecht, Arbeitsrecht, ...) vereinfachen. Dies würde nicht nur zu weniger Bürokratie und daher zu weniger parasitären Beschäftigten in der Verwaltung führen, sondern zusätzlich den Menschen, die ein natürliches Widerstreben gegen Bürokratie und Verwaltung empfinden, eine bessere Möglichkeit bieten einer selbstständigen Arbeit nachzugehen und so der Arbeitsknechtschaft zu entfliehen.
Vorschläge für eine bessere und gerechtere Welt gibt es weit mehr, es benötigt nur den guten Willen! Politischer und Medialer Einfluss auf die Menschen sollte das Solidaritätsdenken unter den Menschen fördern und nicht das Konkurrenzdenken, das nur Hass uns Gewalt begünstigt.
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