Verletzbarkeit des Menschen
Alles soziologisch Relevante lässt sich von der Verletzbarkeit des Menschen ableiten. Die Verletzbarkeit ist eine grundlegende und verbindende Eigenschaft aller Lebewesen. Alles was lebt ist verletzbar! Ein Lebewesen versucht grundsätzlich, Verletzungen zu vermeiden.
Eine Verletzung ist etwas, was gegen den Willen eines Menschen (Lebewesens) passiert. Eine Verletzung ist daher definitionsgemäß eine fremdverursachte Einschränkung der Freiheit eines Menschen, über sein eigenes Leben, Handeln und Schicksal uneingeschränkt selbst zu entscheiden. Eine Verletzung kann bei einem Menschen unter anderem Wut, Angst, Hass, Schmerz oder Aggression verursachen und entsprechende Gegenreaktionen hervorrufen. Eine gute Welt, ist eine Welt, in dem niemand vorsätzlich verletzt wird.
Die Definition des Bösen kann eindeutig und allgemeingültig über die Verletzbarkeit des Menschen erfolgen. Jemand ist böse, wenn er einen anderen Menschen (Lebewesen) absichtlich verletzt. Wenn er also die Freiheit eines Menschen einschränkt! Ein Mensch kann erst als böse bezeichnet werden, wenn er Handlungen vollzieht, die einen anderen verletzen. Kein Mensch kann von der Geburt an böse sein! Einen Menschen kann man aber von der Geburt an als guten oder als schlechten Menschen bezeichnen, soweit man von seinen Eigenschaften Kenntnis hat, weil ein Mensch angeborene Eigenschaften haben kann, die ihn davon abhalten andere Menschen zu verletzen (z. B. das Mitgefühl) und weil ein Menschen angeborene Triebe haben kann, die ihn dazu anleiten können, andere Menschen zu verletzen (z. B. Machttrieb, Sexualtrieb, ...).
Machtpolitik ist immer nur dann notwendig, wenn die Freiheit von Menschen eingeschränkt werden muss. Politik ist daher immer böse! Menschen die Eigenschaften haben, die sie davon abhalten etwas Böses zu tun, werden durch diese Eigenschaften auch davon abgehalten, Politik zu machen. Es gibt aber leider einen Interessenkonflikt zwischen guten und schlechten Menschen, den man ganz vereinfacht so erklären kann: Menschen wollen mit schlechten Menschen möglichst wenig zu tun haben. Schlechte Menschen möchten aber auch mit guten Menschen etwas zu tun haben. Dieses Interessenkonflikt erfordert (politische) Machthandlungen, die in erster Linie, aufgrund ihrer Interessen, von den schlechten Menschen erledigt wird. Wenn die Politik der schlechten Menschen zu bösen Taten (Ungerechtigkeiten) führt, dann sind auch gute Menschen gefordert, meist aus machtlosen Notsituationen heraus, politische Gegenaktivitäten zu setzen. Als guter Mensch sollte man aber nicht unbedingt die schlechten Menschen bekämpfen, sondern vielmehr ihre bösen Taten. Aufklärung und Verständnis kann schon viel bewirken, weil ja die schlechten Menschen mit guten Menschen zusammen sein wollen und ihren schlechten Charakter normalerweise verheimlichen wollen. Die meisten Menschen wollen geliebt werden (wer will schon gehasst werden) und sich also liebenswert verhalten. Ihre bösen Taten sind deshalb meistens auf Dummheit zurückzuführen, weil sie ihre Taten nicht begreifen. Aufklärung kann deshalb sehr viel bewirken!
Natürlich gibt es auch Fälle, wo Aufklärung nichts bewirkt. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die bösen Menschen schränken die Freiheit der guten Menschen ein (Normalfall), oder umgekehrt, die guten Menschen schränken die Freiheit der bösen Menschen ein (Utopie), um sie davon abzuhalten Böses zu tun. Menschen mit problematischen Trieben, die sie dazu anleiten andere Menschen zu verletzen und die diese Triebe nicht kontrollieren können, müssen psychiatrische Hilfe bekommen und gehören nicht in die Verwaltung.
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